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METIME // Wie ich lernte meine kurze Auszeit zu nutzen

Auszeit aus dem Alltag

METIME. Oh wie lange habe ich mich danach gesehnt und mir ausgemalt was ich in meiner freien Zeit alles tun würde. Und dann war es auf einmal so weit. Ich war alleine zu Hause und war wie erstarrt. Was von den 1000 Dingen sollte ich nun als Erstes machen?

Zeit für mich – das Problem

Kennt ihr das Problem? Auf einmal ganz unverhofft Zeit für euch zu haben? 10 Minuten? 30 Minuten? 60 Minuten? Oder vielleicht sogar 90 Minuten? Was tun? Ihr habt ganz viele Ideen und wisst nicht wo ihr anfangen sollt?

Ja genau so ging es mir vor ein paar Tagen. Ihr könnt euch wahrscheinlich vorstellen, wie gestresst ich auf einmal war. Wo sollte ich nur anfangen? Ich wollte ja meine Zeit sinnvoll nutzen und so viel wie möglich erledigen.

… Sollte ich zuerst die angefangene Hose für den kleinen Mann fertig nähen?…

… Oder vielleicht doch die Zeit für MICH nutzen und MIR ein T-Shirt nähen?…

… Oder sollte ich mal ganz in Ruhe das Abendessen kochen? …

… Oder sollte ich mich vielleicht doch einfach mit einem kühlen Getränk und einem Buch auf die Terasse setzen und entspannen?…

… Die Zeitschriften würden auch gerne durchgeblättert werden…

… das Unkraut wartete auch auf mich…

… oder vielleicht Laufen gehen…

… oder wieder einmal Yoga machen …

… wie wäre es mit alleine Einkaufen gehen …

… oder das Haus putzen, Wäsche machen und Aufräumen? …

..ihr seht schon… irgendwie viel zu viel Ideen für die kurze Zeit. Wenn wir uns ehrlich sind, sind diese Dinge sogar zu viel für ein ganzes Wochenende. Um all diese Dinge ordentlich und zu meiner Zufriedenheit zu erledigen brauche ich sicherlich mindestens eine Woche. Aber wie soll das gehen? Ich habe doch meistens nur ein paar Minuten?

An diesem Tag habe ich es wieder geschafft, meine ganze freie Zeit damit zu verbringen um zu überlegen was ich nicht alles tun könnte. Und dann war sie auch schon wieder um, meine METIME. Es läutete an der Türe und ich war wie versteinert, denn ich hatte NICHTS von den Dingen getan, die ich tun wollte. Warum? Weil ich so damit beschäftigt war, mir zu überlegen was von den Dingen mehr Spaß macht oder „dringender“ gemacht werden wollte, das ich ganz darauf vergas es einfach zu TUN. Ich war richtig traurig und grantig auf mich selbst. und mir war klar das konnte nicht so weiter gehen.

Zeit für mich – die Liste

Ich habe mir vor kurzem dieses tolle Notizbuch gekauft, ohne zu wissen wofür. Ich fand es einfach passend für mich und meine aktuelle Situation. Es trägt den Titel „offline“ und da ich zur Zeit relativ viel Zeit online verbringe, war klar, es musste einfach mit….

offline ist der neue Luxus

… ich habe es heute zur Hand genommen und mir unterschiedlichste Listen gemacht, nämlich Listen mit Dingen, die ich machen kann, wenn ich einmal ein paar Minuten zeit für MICH habe und ich vielleicht wieder einmal nicht weiß was ich mit dieser Zeit machen soll… und damit ich sie nicht verstreichen lasse mit Überlegungen was ich nicht alles tun könnte, nehme ich mir jetzt einfach mein Büchlein zur Hand und schaue nach, was ich zum Beispiel in 10 Minuten für MICH machen kann…

10 Minuten für mich

10 Minuten scheinen kurz, aber auch 10 Minuten können sehr effektiv genutzt werden und die Akkus zumindest kurzzeitig wieder aufladen. So tun mir zum Beispiel folgende Dinge richtig gut:

  • ein Kakao für mich allein
  • Augen zu und los – wo wäre ich jetzt am liebsten
  • Füße vertreten, einfach raus an die Luft
  • Schnittmuster kleben
  • ALLEINE duschen
  • Garten gießen
  • ein Eis nur für MICH
  • Tagträumen
  • malen

30 Minuten für mich

in 30 Minuten kann ich schon richtig viele Dinge erledigen, zum Beispiel:

  • eine Zeitschrift oder ein Kapitel in einem Buch lesen
  • mit den Hunden spazieren gehen
  • Schnittmuster und Stoffkombinationen aussuchen
  • Aufräumen (alles was ich in 30 Minuten nicht schaffe hatte Pech)
  • alleine Einkaufen gehen

60 Minuten für mich

oh 60 Minuten nur für mich, da schaffe ich zum Beispiel:

  • T-Shirt für mich nähen
  • neuen Blogbeitrag schreiben
  • Malen
  • Handlettern üben
  • Bilder sortieren
  • Staubsaugen
  • eine Runde spazieren
  • Laufen

90 Minuten für mich

ab und an habe ich auch etwas länger Zeit für mich, die werde ich in Zukunft dann wieder mit einem der folgenden Dinge verbringen:

  • Laufen
  • Yoga machen
  • Buch lesen
  • Zeitschriften lesen
  • Spazieren gehen
  • Faulenzen
  • Schlafen
  • Bloggen
  • Nähen
  • Kochen

Nimm dir heute Abend einfach einmal ein paar Minuten für dich und schreiben dir auf einen Zettel alle Dinge auf, die dir Freude bereiten, die du unbedingt machen willst… und dann sortiere sie einfach einmal nach Dauer… schon hast du deinen ganz persönlichen Ideen für deine 10/30/60/90 Minuten nur für dich. Du wirst sehen, es macht richtig Spaß kleine Ziele zu erreichen und du wirst danach total erholt sein.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß bei deiner nächsten METIME, egal wie lange sie dauert.

Liebe Grüße und bis bald im Haus No.6

eure V E R A

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6 Comments

  • Reply
    Anni
    26. Juli 2017 at 20:23

    Oh ein wirklich schöner Beitrag, der witzigerweise sehr gut zu meinem passt der heute online ging 😀
    Ich finde es wichtig, dass man sich einfach mal Zeit für sich nimmt. Lange habe ich immer wieder von Aufgabe zu Aufgabe gelebt. So bald die To Do Liste abgearbeitet war, habe ich mit der vom nächsten Tag gestartet, anstatt einfach auszuspannen. Inzwischen mache ich das aber und es geht mir viel besser 🙂

    Viele liebe Grüße Anni von http://hydrogenperoxid.net

    • Reply
      Vera
      26. Juli 2017 at 21:13

      das ist wirklich lustig 🙂 auch am blog http://www.kerstonia.at ging heute ein ähnlicher Beitrag online. Ich hüpf mal gleich rüber zu dir und lese mir deinen durch 🙂 glg v

  • Reply
    Kerstin von Kerstonia
    27. Juli 2017 at 17:20

    Hey Vera, super, dass du in 10, 30, 60 und 90 Minuten Momente einteilst Ich muss gestehen schlafen habe ich glaube ich noch so gut wie nie geschafft unterzubringen Endet dann meistens beim bloggen

  • Reply
    Melanie Pignitter
    28. Juli 2017 at 16:42

    Wow! So konkret 🙂
    Damit hätte ich nicht gerechnet als ich den Titel des Beitrages las. Ich beschäftige mich auch immer wieder mit den kurzen Auszeiten, die ich dazu nutzen möchte um wieder Energie aufzutanken. Dazu kommt mir dein Beitrag gerade recht. Und tatsächlich kann ich die 10 Minuten Methode 1 zu 1 für mich übernehmen.
    Vielen lieben Dank

  • Reply
    Lisa-Marie
    3. August 2017 at 22:43

    Uiii ja, ich weiss was ich jetzt machen werde. Mir mal aufschreiben was alles in meinem Kopf rumschwirrt, den mir geht es so oft genauso. Danke für den Tipp.

    • Reply
      Vera
      4. August 2017 at 0:50

      Hallo Lisa-Marie!

      ja ich hatte auch ganz viele Listen im Kopf und dann wusste ich erst nicht was ich zuerst machen sollte… nun funktioniert es immer besser, zwar schaffe ich es noch nicht immer, aber immer öfters meine freie Zeit auch wirklich für MICH zu nutzen 🙂

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